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FR 7.2.2014 - SO 23.2.2014    

Olympische Winterspiele Sotschi 2014 im ORF

430 Stunden live, 13 Dokus zur Situation in Russland, Schwerpunkt in allen Medien

Das Supersportjahr 2014 findet in den Olympischen Winterspielen Sotschi 2014 vom 7. bis 24. Februar seinen ersten Höhepunkt. Mit rund 430 Stunden Live-Berichterstattung ab 7.00 Uhr in ORF eins (250 Stunden in bester HD-Qualität) und ORF SPORT + (180 Stunden) können sich die Wintersportfans auf die bisher umfangreichste Winter-Olympia-Berichterstattung des ORF freuen, wie ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, Hörfunkdirektor Mag. Karl Amon und der Technische Direktor Ing. Michael Götzhaber in einer Pressekonferenz am Rande des Nightrace in Schladming ankündigten.

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Los mit der aktuellen und zu einem großen Teil barrierefreien Olympiaberichterstattung ging es bereits am 29. Jänner um 18.30 Uhr mit der "Farewell Party" der heimischen Olympia-Delegation. Aber auch das ORF-Rahmenprogramm hat es in sich: 13 TV-Dokus in ORF eins, ORF 2, ORF III und 3sat beschäftigen sich kritisch mit der gesellschafspolitischen Situation im heutigen Russland.

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Marcel Hirscher, eine von Österreichs größten Olympia-Hoffnungen bei Dreharbeiten zum Promospot für die ORF-Übertragungen in Sotschi.

Auch die ORF-Radios berichten ausführlich aus und über Sotschi, Hitradio Ö3 stellt dabei die sportlichen Entscheidungen in den Vordergrund, Ö1 und FM4 befassen sich vor allem mit sozialpolitischen Hintergründen.

Das ORF.at-Netzwerk widmet sich ebenfalls umfangreich den Winterspielen, u. a. mit Live-Streams aller ORF-Übertragungen in der ORF-TVthek und allen Highlights auf insider.ORF.at.

Die erfolgreiche ORF-Weltcup-App wird für Olympia um zusätzliche Angebote erweitert.

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Schlussfeier in ATV und ARD

Endgültig abgeschlossen werden die Winterspiele am Sonntag, dem 23. Februar 2014, mit der traditionellen Schlussfeier, die ATV und ARD ab 16.45 Uhr zeigen. Der ORF bedauert, dass er den ORF-Seherinnen und -Sehern die Eröffnungs- bzw. Schlussfeier nicht live zeigen konnte bzw. kann, da die Lizenzrechte in einem gesonderten Rechtepaket am freien Markt vergeben und für Österreich vom Privatsender ATV erworben wurden. Anstelle der Schlussfeier zeigt ORF eins mit dem Bundesliga-Live-Spiel Salzburg - Admira (ab 16.00 Uhr) und anschließend "Sport am Sonntag" (18.30 Uhr) sportliches Regelprogramm. Berichte von der Schlussfeier der Olympischen Spiele bringt der ORF in seinen aktuellen Sendungen.

Nach Sotschi ist vor Sotschi
Vom 7. bis 16. März finden ebendort die Paralympics statt, von denen ORF SPORT + und ORF eins ebenfalls ausführlich rund 40 Stunden lang berichten werden.

Dreimal täglich "Olympia-Studio" und ein Großaufgebot an ORF-Technik sorgen für Österreich-Feeling bei Sotschi 2014

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Gregor Schlierenzauer, eine von Österreichs größten Olympia-Hoffnungen bei Dreharbeiten zum Promospot für die ORF-Übertragungen in Sotschi.

125 ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus Redaktion und Technik sorgen in Sotschi für maßgeschneiderte Berichterstattung vor allem zu den österreichischen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmern. Entsprechend prominent ist die ORF-Technik an den Wettkampfstätten vertreten.

Angepasst an den technischen Paradigmenwechsel in der Fernsehproduktion, der sich gerade im gesamten ORF vollzieht, werden auch die Olympischen Winterspiele in Sotschi "tapeless", also bandlos produziert, so der Technische Direktor des ORF, Ing. Michael Götzhaber: "Mehr als 400 Stunden Live-Programm werden von der ORF-Technik in High Definition 16:9 / 5.1 Mehrkanalton produziert und abgewickelt."

Alleine im zentralen ORF-Produktionszentrum in Sotschi, dem MBC Mountain Broadcast Center, stehen dabei mehr als 20 Recording- und Ingest-Kanäle sowie ein Produktionsspeicher mit mehr als 8.000 Stunden Speichervolumen für die Programmherstellung zur Verfügung. Unabhängig von den jeweiligen "Venue Feeds" des Veranstalters ist im Bereich der alpinen und nordischen Bewerbe jeweils ein Übertragungswagen mit je drei Kameras stationiert. Sowohl im alpinen Set-up als auch bei den nordischen Bewerben stellt der ORF die bekannten Grafik-Tools für detaillierte Analysen zur Verfügung. "Bei sieben weiteren Austragungsstätten und für zusätzliche Berichterstattung", so der Technische Direktor, "sind sieben Kamerateams im Einsatz, die neben den sportlichen Inhalten auch Hintergrundberichterstattung und aktuelle Themen in bester Bild- und Tonqualität produzieren."

Das ORF-"Olympia-Studio" wird im Österreich-Haus die tägliche Drehscheibe der Berichterstattung sein. Sechs Kameras und die notwendige Peripherie sorgen für qualitativ hochwertigste Berichterstattung aus dem Gesellschafts- und Kommunikationszentrum der Österreicherinnen und Österreicher in Sotschi.

"Die ORF-Technik präsentiert sich im Zuge der Produktion der 22. Olympischen Winterspiele effizient aufgestellt und technisch am Puls der Zeit", so Götzhaber.

Das "Olympia-Studio" wird dreimal täglich (in der Früh, am Nachmittag und im Hauptabend) internationale Stars und alle heimischen Medaillengewinnerinnen und -gewinner beherbergen. Alternierende Gastgeber sind Ernst Hausleitner, Boris Kastner-Jirka, Rainer Pariasek und Oliver Polzer.

Russkaja erklären Russland

Für humoristische Auflockerung des Olympia-Alltags sorgt neben dem "Olympia-Tagebuch" die "Willkommen Österreich"-Hausband Russkaja, die in zehn Folgen augenzwinkernd Russland, die Russen und ihre Sitten erklärt.

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Russkaja

Kritik an den Spielen, Dokus in ORF eins, ORF 2, ORF III und 3sat

Die internationale Kritik an den Olympischen Spielen Sotschi 2014 bzw. der Menschenrechtssituation in Russland findet im Rahmen der ORF-Berichterstattung ebenfalls ihre ausführliche Entsprechung. So stehen neben den Übertragungen in ORF eins und ORF SPORT + im Vorfeld und zu Beginn der Spiele in ORF 2 und ORF III 13 Produktionen im Zeichen von Russland unter Wladimir Putin, darunter am Donnerstag (6. Februar), die Doku "Pussy Riot - Keine Angst vorm starken Mann" (22.00 Uhr, ORF eins) auf dem Programm.

Die beiden ORF-Russland-Korrespondenten Carola Schneider und Christian Lininger sind zudem in Sotschi und werden von dort für Fernsehen und Radio auch über aktuelle politische Aspekte berichten.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Wir haben dasselbe Ziel wie Athletinnen und Athleten in Sotchi - Bestleistungen für das Publikum zu bieten. Der ORF freut sich, die Olympischen Winterspiele in Sotschi Millionen österreichischen Wintersportfans umfassend und in bester Qualität ins Haus zu liefern. Ebenso selbstverständlich ist es, dass der ORF auch die Vorgeschichte der Spiele wie Fakten und Probleme des Gastlandes Russland in zahlreichen Sendungen im Fernsehen dokumentiert. Ohne Tabus wird ein scharfer öffentlich-rechtlicher Blick auch auf die problematischen Seiten des putinschen Russland geworfen."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Der ORF bietet in der Berichterstattung die gesamte Bandbreite von Hochglanz-Sport, in dem - toi, toi, toi - Heldengeschichten geschrieben werden, bis hin zum kritischen Blick auf das Land und die Politik. Dass wir die Leistungen der Behindertensportlerinnen und -sportler der anschließenden Paralympics auch heuer wieder in 40 Stunden im ORF übertragen können, freut mich ganz besonders. Der Countdown bis zur Eröffnung läuft, wir wärmen die Daumen für Sotschi auf!"

Für ORF-Hörfunkdirektor Mag. Karl Amon ist Sotschi "ein Glücksfall für Radiomacher - wegen der Zeitverschiebung sind die wichtigsten Entscheidungen live in den ORF-Radios zu hören".

Für ORF-TV-Sportchef Mag. Hans Peter Trost zeigt "Sotschi 2014, dass der ORF weiterhin unangefochten Bild und Stimme des Sports in Österreich ist. Unser Angebot wird dem Ereignis gerecht, ohne dabei die andere Seite der Medaille außer Acht zu lassen. 14 Tage lang bieten wir den besten Sportlerinnen und Sportlern der Welt jene Bühne, die sie sich mit ihren Leistungen verdienen."

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Ing. Michael Götzhaber (Technischer Direktor des ORF), ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Mag. Karl Amon (Hörfunkdirektor des ORF), Mag. Kathrin Zechner (ORF-Fernsehdirektorin), Hans Peter Trost (ORF-TV-Sportchef)

Das ORF-TV-Team in Sotschi

Als Gastgeber des ORF-"Olympia-Studios" wechseln einander Ernst Hausleitner, Boris Kastner-Jirka, Rainer Pariasek und Oliver Polzer ab.

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Als Gastgeber des ORF-"Olympia - Studios" wechseln einander Ernst Hausleitner, Rainer Pariasek, Oliver Polzer und Boris Kastner-Jirka ab.

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Mario Stecher, eine von Österreichs größten Olympia-Hoffnungen bei Dreharbeiten zum Promospot für die ORF-Übertragungen

Kommentatoren bzw. Kokommentatoren sind Dietmar Wolff (Biathlon gemeinsam mit Günther Beck sowie Bob), Michael Berger (Eishockey gemeinsam mit Peter Znenahlik), Erwin Hujecek (Freestyle und Snowboard), Peter Brunner (Ski alpin Damen und Skicross), Johannes Hahn (Langlaufen gemeinsam mit Alois Stadlober bzw. nordische Kombination gemeinsam mit Stadlober und Andi Goldberger), Dieter Derdak (Rodeln bzw. Skeleton gemeinsam mit Angelika Neuner), Ernst Hausleitner (Ski alpin Damen), Oliver Polzer (Ski alpin Herren) und Michael Roscher (Skispingen). Die Kommentare bei den alpinen Bewerben kommen wie schon im Weltcup von Alexandra Meissnitzer, Hans Knauß, Thomas Sykora und Armin Assinger, beim Skisprung von Andi Goldberger.

Aus dem ORF-Zentrum kommentieren weiters Toni Oberndorfer (Curling), Gabriele Jahn (Eiskunstlauf), Ludwig Valenta (Eisschnelllauf) und Marc Wurzinger (Shorttrack).

Barrierefreiheit bei Olympia im ORF: Untertitel und Audiokommentar

Viele Übertragungen und Berichte werden für das hör- und sehbeeinträchtigte ORF-Publikum barrierefrei ausgestrahlt. Das tägliche "Olympia Studio" mit Berichten, Zusammenfassungen und Analysen wird im ORF TELETEXT auf Seite 777 untertitelt. Ebenso sämtliche Bewerbe in den alpinen Disziplinen, in der Nordischen Kombination und im Skispringen. Punktuell werden die spannendsten Begegnungen bzw. die Bewerbe mit österreichischer Beteiligung in den Disziplinen Biathlon, Mixed Biathlon, Rodeln, Skicross, Snowboard sowie im Eishockey sämtliche Spiele der Österreicher und natürlich die Finalspiele für das hörbeeinträchtigte Publikum untertitelt, ebenso die "Farewell Party" am 29. Jänner und der "Olympia Empfang" der heimischen Athletinnen und Athleten am 24. Februar.

Auch für das blinde und sehbeeinträchtigte Publikum werden die Highlights der Olympischen Spiele - alle Bewerbe der alpinen und nordischen Disziplinen, Biathlon sowie Eishockey mit österreichischer Beteiligung - mit bewährtem Live-Audiokommentar auf der zweiten Tonspur in ORF eins ausgestrahlt.

Die Übertragungszeiten in ORF eins in der Übersicht

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Michaela Kirchgasser und Marlies Schild, zwei von Österreichs größten Olympia-Hoffnungen bei Dreharbeiten zum Promospot für die ORF-Übertragungen in Sotschi.

Freitag, 21. Februar
10.00 Uhr: Olympia-Studio: Der 14. Tag
10.20 Uhr: Skicross der Damen, Curling: Bronze-Match der Männer
13.00 Uhr: Slalom der Damen, 1. Durchgang
15.00 Uhr: Olympia-Studio
15.15 Uhr: Eishockey-Semifinale, Biathlon: Staffel der Damen 4 x 6km, Eisschnelllaufen: Team-Verfolgung
17.00 Uhr: Slalom der Damen, 2. Durchgang
18.35 Uhr: Short Track, Eishockey-Semifinale
20.15 Uhr: Olympia-Studio: Das war der 14. Tag

Samstag, 22. Februar
10.00 Uhr: Olympia-Studio: Der 15. Tag
10.10 Uhr: Snowboard PSL der Damen und Männer, Langlauf der Damen: 30 km
13.00 Uhr: Slalom der Männer, 1. Durchgang
15.15 Uhr: Olympia-Studio
15.25 Uhr: Biathlon: Staffel der Männer 4 x 7,5 km
17.00 Uhr: Slalom der Männer, 2. Durchgang
18.30 Uhr: 4er Bob der Männer, Eisschnelllaufen: Team-Verfolgung, Eishockey: Bronze-Match
23.00 Uhr: Olympia-Studio: Das war der 15. Tag

Sonntag, 23. Februar
7.30 Uhr: Olympia-Studio: Der 16. Tag
7.50 Uhr: Langlauf der Männer, Massenstart Freistil 50 km
10.20 Uhr: 4er Bob der Männer
12.50 Uhr: Eishockey-Finale
19.15 Uhr: Sport am Sonntag - Das war Sotschi 2014

Montag, 24. Februar
18.55 Uhr: Medaillenfeier der österreichischen Olympiamannschaft live aus Innsbruck

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Ernst Hausleitner

TV-Themenschwerpunkt zu Putins Russland

ORF eins, ORF 2 und ORF III setzen sich rund um die Olympischen Spiele ausführlich mit dem Thema Russland unter Wladimir Putin auseinander. Auch 3sat zeigt zwei entsprechende Dokumentationen des Schweizerischen Fernsehens.

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Schwulenclub "Majak" in Sotschi, Transvestitenshow

Mittwoch, 29. Jänner, ORF 2

22.30 Uhr: "WELTjournal: Russlandspiele um jeden Preis"
23.05 Uhr: "WELTjournal +: Der Kreml - Russlands Machtzentrum"

Sonntag, 2. Februar, ORF 2

22.00 Uhr: "im ZENTRUM": Die olympische Megashow - zwischen Ruhm und Rubel

23.05 Uhr: "dok.film: Putins Spiele"
"Putin's Road to Sochi - Dokumentarfilm", 2012
(produziert von Satel-Film, vom ORF angekauft)

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Olympische Sprungschanze in Sotschi

Obwohl die IOC-Evaluierungskommission die russische Olympia-Bewerberstadt Sotschi nur auf Platz drei geführt hatte, bekam Wladimir Putin, was er wollte. Die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees gaben bei ihrer Vollversammlung in Guatemala-City dem russischen Bewerber den Vorzug vor Pjöngjang und Salzburg. Wie kam es, dass Sotschi die Spiele zugesprochen bekam? Wie vollbringen die russischen Veranstalter das Kunststück, einen traditionellen Sommerfrischeort in ein Wintersportparadies zu verwandeln? Was geschieht hinter den von Spezialkräften strengstens bewachten Zäunen der russischen Olympia-Baustelle? Weshalb sagte Putin zu Österreichs Bundespräsident, dass Sotschi auch "eine österreichische Olympiade" sei, und versprach Aufträge in Milliardenhöhe? Der investigative Filmemacher Alexander Gentelev enthüllt mit "Putins Spiele", dass Korruption und Misswirtschaft beim Olympiaprojekt Sotschi selbst für russische Verhältnisse neue Dimensionen annehmen. Wie ein Märchenkönig erfüllt sich der russische Präsident einen absurden Wunsch - koste es, was es wolle. Damit hat er die Gier von Nomenklatura, skrupellosen Unternehmern und Kriminellen in beispielloser Weise angeheizt. mehr...

Montag, 3. Februar, ORF 2

22.30 Uhr: "Kulturmontag"

Einen kritischen Blick auf Sotschi wirft der "Kulturmontag": So kommt u. a. der systemkritische Künstler Wassili Slonow zu Wort, der sich in seinen Werken über Russland und die Olympischen Spiele negativ äußert und seither nicht mehr ausgestellt werden darf. Weiters hat ORF-Russland-Korrespondentin Carola Schneider für den "Kulturmontag" in einem Club der homosexuellen Community in Sotschi gedreht, die unter Präsident Putin keinen leichten Stand hat.

Donnerstag, 6. Februar, ORF eins

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22.00 Uhr: "Pussy Riot - Keine Angst vorm starken Mann"
23.30 Uhr: anschließend "ZiB 24 spezial" mit Talk


"Pussy Riot - Keine Angst vorm starken Mann"
(Regie: Mike Lerner, Maxim Pozdorovkin, 2013)

ORF-III-Themenschwerpunkt Russland

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Der Untergang der Sowjetunion
Machtrausch (1975 - 1979) - Teil 1

Wenn am 7. Februar im russischen Sotschi die Olympischen Spiele 2014 beginnen, nimmt ORF III dieses Sportgroßereignis zum Anlass, einen Themenschwerpunkt zu gestalten und sich in seinem Programm kritisch mit Russland auseinanderzusetzen.

An zwei Samstagen (1. und 8. Februar) zeigt ORF III im Rahmen der "zeit.geschichte"-Leiste die Dokureihe "Der Untergang der Sowjetunion". Der Sechsteiler erzählt die Geschichte des Untergangs der Sowjetdiktatur aus der Innensicht, zu Wort kommen einfache Arbeiter genauso wie ehemalige KP-Mitglieder oder Mitarbeiter des KGB.

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Putin's Kiss

Auch der Doku-Montag steht ganz im Zeichen Russlands und der Olympischen Spiele - am Montag, dem 3. Februar mit "Putins Spiele" (20.15 Uhr), "Putins Unrechtjustiz" (21.50 Uhr) und "Putins Kindersoldaten" (22.40 Uhr), sowie am Montag, dem 10. Februar mit "Die Oligarchen: Aufstieg und Falle einer Elite" (20.15 Uhr), "Sotschi 2014: Zu welchem Preis?" (21.45 Uhr) und "Putin's Kiss" (22.15 Uhr).

Und "Im Brennpunkt" fragt am Donnerstag, dem 6. Februar, nach "Sotschi: Russlands Schattenseite" (21.55 Uhr).

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Straflager

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Rossistraße in St. Petersburg

Außerdem im Programm: Die fünfteilige Vorabendreihe "Schätze Sibiriens" geht ab 3. Februar werktäglich um 18.20 Uhr dem Bodenreichtum des russischen Nordens, wie Gold, Gas, Diamanten auf die Spur. Ebenfalls im Vorabend beschreitet "Reisen & Speisen" Russland am 3. Februar mit "Reisewege Russland: Von St. Petersburg auf die Kola-Halbinsel" (19.10 Uhr).

3sat-Themenschwerpunkt Russland

Montag, 3. Februar, 20.15 Uhr
"Der steile Weg nach Sotschi - Glanz und Kehrseiten der Putinschen Olympia-Medaillen"
Ein Film von Christof Franzen

Die Olympischen Winterspiele in Sotschi sind das größte Prestigeprojekt Russlands seit dem Ende der Sowjetunion. Es sind auch die Spiele des Präsidenten Wladimir Putin. Er war von Anfang an die treibende Kraft hinter diesem Projekt. Rund 50 Milliarden Euro sind ihm die Spiele wert. Viermal mehr, als anfangs budgetiert. Fast die ganze olympische Infrastruktur musste aus dem Boden gestampft werden: eine Machtdemonstration gegenüber Volk und Natur. Putin und seine Elite wollen Russland als modernen Staat zeigen, der solchen Großveranstaltungen gewachsen ist. Die Zeit drängt - mitunter befinden sich bis zu 80.000 Arbeiter auf den Baustellen. Aber so hoch die Investitionen auch sind, sie können nicht alle Risiken ausschalten, die diese Olympischen Spiele mit sich bringen: Das neue Skigebiet im nahegelegenen Kaukasus ist klimatisch geprägt von Wetterkapriolen. Ein weiteres Risiko ist die Terrorgefahr - die Konfliktregionen des Nordkaukasus wie Tschetschenien oder Dagestan liegen nur wenige Hundert Kilometer entfernt. Doch die russischen Athleten sind fast zum Siegen gezwungen. Ein Fiasko wie 2010 in Vancouver, diesmal vor eigenem Publikum, käme einer nationalen Schande gleich und würde viel vom erhofften Schwung wegnehmen, den Olympia der Nation geben soll.

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Moskau begleitet die Dokumentation "Der steile Weg nach Sotschi - Glanz und Kehrseiten der Putinschen Olympia-Medaillen" drei Menschen, die alle auf ihre Art dazu beitragen wollen, dass die Olympischen Spiele nicht im Fiasko enden: den Schweizer Lawinenspezialisten Bruno Jelk, Magomed Gassanow aus Dagestan, der sich auf der Suche nach Arbeit auf den Weg zu den olympischen Baustellen macht, und die sibirische Rennrodlerin Alexandra Rodionowa, die um einen Startplatz in Sotschi kämpft. Sotschi ist für die bald 30-jährige Athletin die letzte Chance auf eine Goldmedaille.

Montag, 3. Februar, 21.05 Uhr
"Pussy Riot und andere Sünden - Putins Russland und die Kunst"
Ein Film von Artem Demenok

"Pussy Riot" - dieser Name ist eine Marke geworden. Er steht für Protest im heutigen Russland: "Mutter Gottes, Jungfrau, vertreibe Putin" - für dieses politische "Punk-Gebet" wurden Sängerin Nadeschda Andrejewna Tolokonnikowa und ihre Bandkollegin Maria Aljochina im August 2012 zu zwei Jahre Lagerhaft verurteilt. Im Westen wurde das Verfahren scharf kritisiert, das Strafmaß als unverhältnismäßig hart und politisch motiviert verurteilt. Internationale Stars wie Paul McCartney, Madonna und Björk riefen zur Solidarität auf und forderten die Freilassung der Inhaftierten. Wladimir Putin ließ sich davon nicht beeindrucken. Kurz vor Weihnachten 2013 dann die Überraschung: Putin stellte die vorzeitige Freilassung der beiden inhaftierten Musikerinnen in Aussicht. Das scheint ein gutes Zeichen zu sein. Aber wie sieht es tatsächlich aus in Putins Reich - mit Kunst, Protest und Opposition, mit Einschüchterung und Angst?

Antworten auf diese Fragen sucht die Dokumentation "Pussy Riot und andere Sünden - Putins Angst vor der Kunst" in Russland. Sie führt nach Moskau und St. Petersburg, aber auch in die Provinz: in ein Dorf bei Moskau und das alte Städtchen Torschok. Zu Wort kommen unter anderen Juri Samodurow, Bürgerrechtler und ehemaliger Direktor des Sacharow-Zentrums in Moskau, der Aktionskünstler Pjotr Pawlenski, der für seine spektakulären Protestaktionen bekannt ist, der Galerist Marat Gelman, der 2013 seinen Direktorenposten im Museum für moderne Kunst in Perm im Ural räumen musste, und der Rockmusiker Juri Schewtschuk.

Olympia Sotschi 2014 im ORF.at-Netzwerk

Olympia rund um die Uhr heißt es auch in Specials auf sport.ORF.at, in der ORF-TVthek, im ORF insider, im ORF-Weltcup-App und im ORF TELETEXT.

Wintersportbegeisterte Leserinnen und Leser finden im Rahmen eines Olympia-Specials auf sport.ORF.at alles rund um das Sport-Großereignis in Sotschi: Vorschauen, aktuelle Berichte von den Bewerben, Interviews, Olympia-Kalender sowie Ergebnis- und Medaillenlisten informieren rund um die Uhr über das Geschehen. Als spezielles Service bietet der Live-Ticker bei den alpinen und nordischen Ski-Bewerben sekundenaktuell den jeweiligen Zwischenstand.

Live-Streams aller ORF-Übertragungen werden in der ORF-TVthek angeboten, http://TVthek.ORF.at stellt außerdem einen Themencontainer mit zahlreichen Berichten zum Olympia-Geschehen bereit.

Highlights der Bewerbe sind als Video-on-Demand auf insider.ORF.at abrufbar, ein SMS-Butler-Dienst kündigt auf Wunsch die interessantesten Bewerbe – v.a. mit Österreichbezug – an und liefert aktuelle Ergebnisse, der Sport-Newsletter bietet weitere Infos sowie alle TV-Übertragungstermine.

Wer sich via Smartphone oder Tablet und im Internet über die alpinen Ski-Bewerbe informieren will, dem bietet auch die ORF-Weltcup-App während der Olympischen Spiele ein zusätzliches Angebot: Es stehen dort Live-Streams, Rennkalender, Steckbriefe der Skistars, Ergebnisse und Rankings und der aktuelle TV-Programmablauf zu allen alpinen Ski-Bewerben bereit.

Auch die Sportberichterstattung des ORF TELETEXT steht ganz im Zeichen von Sotschi: Die Sport-Topstorys des ORF TELETEXT (Seite 203 bis 209) präsentieren die jeweils aktuellsten News. Die Seiten 260 bis 278 sind für weitere Berichte, Tabellen, den Olympia-Kalender und den Live-Ticker reserviert.

Ergänzt wird dieses Sport-Special durch aktuelle Berichte über das politische Umfeld der Olympischen Winterspiele. Dabei nehmen die Diskussion über die Situation der Menschenrechte in Russland, die Debatte über mögliche politische Boykottmaßnahmen und natürlich auch die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Spiele breiten Raum ein.

Olympische Winterspiele in den ORF-Radios

Hitradio Ö3

Viele Bewerbe in der Radio-Primetime: Dank dreistündigem Zeitunterschied zwischen Österreich und Sotschi können Ö3-Hörer/innen die wichtigsten Entscheidungen täglich live im Ö3-Wecker (5.00 bis 9.00 Uhr) miterleben. Das Hitradio berichtet aber auch darüber hinaus live aus Sotschi - mit Reportagen, Zusammenfassungen, Interviews, Analysen und Reaktionen der Fans und Sportler/innen.

Zusätzlich wird in den "Ö3-Nachrichten" und "Journalen" über Medaillen, Enttäuschungen und Erfolge der Superstars dieser Spiele informiert. Die Ö3-Sportredaktion ist bei allen Bewerben dabei, es berichten Adi Niederkorn, Michael Kasper, Wolfgang Eichinger, Gerhard Prohaska und Tono Hönigmann. Zudem meldet sich Ö3-Redakteur Georg Urbanitsch mit Hintergrundberichten aus Sotschi.

Ö1

In den Ö1-"Journalen" und Nachrichten wird laufend über die Ergebnisse der wichtigsten Bewerbe berichtet. Im "Journal Panorama" (18.25 Uhr) steht am 30. Jänner ein Lokalaugenschein in Dagestan von Christian Lininger auf dem Programm: "Die Angst vor der islamistischen Gewalt". Die russische Kaukasusrepublik Dagestan mit ihren knapp drei Millionen Einwohnern ist Hochburg islamistischer Untergrundkämpfer, die den Nordkaukasus von der, wie sie meinen, russischen Besatzung befreien wollen. Explosionen, bewaffnete Überfälle und Terroranschläge sind Alltag in der Nachbarrepublik Tschetscheniens. Nahezu jede Woche wird von Anschlägen auf Sicherheitskräfte oder von Anti-Terroraktionen russischer Einheiten berichtet. Laut russischen Ermittlern führen auch die Spuren der beiden blutigen Anschläge von Wolgograd Ende Dezember 2013 nach Dagestan. Die Angst vor weiteren Anschlägen, die die olympischen Spiele im nicht allzu weit entfernten Sotschi stören könnten, ist groß.

Am 31. Jänner setzt sich Christian Lininger in "Saldo" (Ö1, 9.44 Uhr) mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Spiele auseinander, u.a. damit, wie viel investiert wird, wer profitiert, wie es mit der Nachnutzung aussieht oder der Beteiligung österreichischer Unternehmen.

"Sotschi: Gigantomanische Winterspiele unter Palmen" lautet der Titel des "Journal Panorama" am 6. Februar: ein Stimmungsbericht aus Sotschi am Vorabend der Eröffnung der Olympischen Spiele von Carola Schneider. Höher, schneller, stärker: Das olympische Motto wird in Sotschi noch um ein Adjektiv erweitert: teurer. Mit Kosten von rund 37,5 Milliarden Euro sind die Spiele die teuersten aller Zeiten. In den letzten Jahren war der Schwarzmeerkurort eine einzige Großbaustelle - neben olympischen Dörfern und hochmodernen Sportstätten wurden Hotels, eine Autobahn, eine Eisenbahnlinie und Hunderte neue Straßen aus dem Boden gestampft: Nichts war Präsident Putin zu teuer und zu aufwendig. Die Korruption blüht, Zehntausende Hektar Wald wurden niedergeholzt, ein Naturschutzgebiet zerstört; Umweltschützer und andere Kritiker wurden mundtot gemacht.

FM4

Sport-Schlagzeilen und Nachrichten zu Sotschi wird es in den FM4-News geben. FM4-"Reality Check" (12.00 bis 14.00 Uhr) berichtet während der Olympischen Spiele über aktuelle Ereignisse sowie aktuelle politische Entwicklungen in Russland.

Die ORF-Regional-Radios berichten live von den Eröffnungs- und Schlussfeierlichkeiten und von den Medaillen-Entscheidungen aus den Olympia-Stadien in Sotschi. Geplant sind zudem umfangreiche Hintergrund-Berichte sowie Live-Reportagen aus den diversen Nationen-Stützpunkten, etwa dem Österreicher-Haus, allen Wettkampf-Stätten und auch von großen Festen oder Konzerten.

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